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IKAR in Mass and Industry Media Getreidepreise fallen weiter: Wo liegt der faire Weizenpreis? agrarheute.com Das USDA hat Erntemengen und die m?glichen Exporte in einigen wichtigen Erzeugerl?ndern – Australien, Russland, Kanada – nach oben korrigiert. Nun suchen H?ndler und Analysten nach dem „richtigen“ Weizenpreis f?r das ver?nderte Angebot. Die Weizenpreise sind weltweit gefallen. Und auch die neue Woche beginnt mit Preisdruck Der Weizen f?r den neuen Frontmonat M?rz 2022 wurde am europ?ischen Terminmarkt am Freitag mit einem leichten Minus von 1 Euro mit 282,50 Euro je Tonne gehandelt – das waren 7,50 Euro weniger als am Freitag vor einer Woche. Am heutigen Montag beginnt der Handel erneut mit einem kr?ftigen Minus. Der Grund: Das USDA hat die Erntemengen und m?glichen Exporte in einigen wichtigen L?ndern – wie Australien, Russland und Kanada – nach oben korrigiert. Nun suchen H?ndler und Analysten nach dem „richtigen“ Weizenpreis f?r das ver?nderte Angebot. Vor allem aus Australien kommt offenbar deutlich mehr Weizen auf den Markt als erwartet, wenn auch in schlechterer Qualit?t. Das USDA hatte die australische Weizenernte vorige Woche von 31,5 Millionen Tonnen auf den neuen Rekordwert von 34 Millionen Tonnen nach oben korrigiert. Analysten gehen davon aus, dass Australiens Ernte zu etwa 65 bis 70 % eingebracht ist. Dabei liegen einige Sch?tzungen jedoch noch deutlich ?ber der USDA-Prognose – n?mlich bei 38 Millionen Tonnen. Auch die weitere Entwicklung in Russland, dem weltgr??ten Weizenexporteur, wird f?r den Markt entscheidend sein. „Eine Sch?tzung geht davon aus, dass die Winterweizenfl?che in Russland gegen?ber 2021 um etwa 1 Prozent zur?ckgeht. Bei normalen – also durchschnittlichen - Ertr?gen w?rde dies jedoch eine Steigerung der russischen Weizenernte in der Saison 2022 um 5,5 Millionen Tonnen bedeuten“, sagt Tobin Gorey, Direktor f?r Agrarstrategie bei der Bank von Australien gegen?ber dem US-Agrarportal Successful Farming. Weizenpreise auch in Russland gefallen – Ernte etwas gr??er Russischer Weizen mit 12,5 % Proteingehalt wurde Ende voriger Woche in den Schwarzmeerh?fen f?r 334 bis 338 US-Dollar pro Tonne frei an Bord (FOB) verladen. Gerste wurde f?r 304 USD pro Tonne verkauft. Die Exportsteuer lag bei 91 USD pro Tonne. Russland hat angek?ndigt, in der ersten H?lfte des Jahres 2022 eine Getreideexportquote festzulegen, um die Inlandsversorgung angesichts der hohen Nahrungsmittelinflation zu sichern. Nach derzeitigem Stand w?rde f?r den Zeitraum vom 15. Februar bis 30. Juni eine Exportquote von 14 Millionen Tonnen festgelegt. Die russischen Weizenpreise sind vorige Woche mit den Preisen in den USA und Europa gefallen. Russischer Weizen mit 12,5 % Proteingehalt wurde Ende voriger Woche an den Schwarzmeerh?fen f?r 334 bis 338 US-Dollar pro Tonne frei an Bord (FOB) verladen. Gerste wurde f?r 304 USD pro Tonne verkauft. Die Exportsteuer lag bei 91 USD pro Tonne. Die Ausfuhrmenge ist bei Weizen im Vorjahresvergleich derzeit knapp 38 Prozent niedriger. Das USDA hatte die russische Weizenernte vorige Woche um 1 Million Tonnen auf 75,5 Millionen nach oben korrigiert. Die russischen Analysten von Ikar gehen sogar von 76,7 Millionen Tonnen Weizen aus. Die Weizenernte im Jahr 2020 lag bei 85,9 Millionen Tonnen. Die Exportmenge f?r die laufende Saison wird vom USDA auf 36 Millionen Tonnen gesch?tzt, im Vergleich zu 38,50 Millionen Tonnen im vorigen Jahr. F?r die Europ?er hat das USDA die Ausfuhren vorige Woche von 36,50 auf 37,0 Millionen Tonnen angehoben. Preisr?ckgang kurbelt Exporte und Binnennachfrage an An franz?sischen H?fen werden weiterhin betr?chtliche Mengen an Futter- und Braugerste nach China verladen. Ende der vorigen Woche hatten es die Weizenpreise endlich geschafft, ihre Abw?rtsspirale zu stoppen, bleiben aber in einer negativen Dynamik verankert, bef?rchten Analysten. Der rasche Preisr?ckgang f?hrte jedoch zu einer schnellen Belebung der internationalen Nachfrage. So hat Saudi-Arabien 689.000 Tonnen Mahlweizen eingekauft. Die Lieferung wurde f?r Juli 2022 vereinbart und der Preis wurde bei 365,14 USD je Tonne ausgehandelt, verglichen mit 377,54 Euro je Tonnen in der Ausschreibung vom 1. November. Am europ?ischen Binnenmarkt standen die Weizenpreise zuletzt unter Verkaufsdruck. Franz?sische H?ndler berichten ?ber eine schlechtere Wettbewerbsf?higkeit gegen?ber anderen Anbietern. Vor allem von der weiter rasch voranschreitenden australischen Ernte geht am internationalen Markt Preisdruck aus, hei?t es. Dabei d?rfte ein gro?er Teil der Ernte nur Futterqualit?t haben. ?berraschend war auch, dass StatCan vorige Woche seine Sch?tzung der kanadischen Sommerweizenernte um 700.000 Tonnen auf 16 Millionen Tonnen angehoben hat (was aber immer noch die kleinste Ernte seit 2007 ist). Die Wetterbedingungen f?r den neuen Winterweizen sind derzeit in Europa und am Schwarzen Meer recht gut, berichten Analysten. Dagegen leidet der US-Winterweizen noch immer unter Niederschlagsmangel. An den franz?sischen Exporth?fen werden derzeit betr?chtliche Mengen an Futter- und Braugerste nach China verladen. Auch Futtermittelhersteller in der EU kaufen weiter Gerste. Das australische Landwirtschaftsamt Abares hat die australische Gerstenernte allerdings mit 13,3 Millionen Tonnen ebenfalls sehr gro? angegeben; das w?re die zweitgr??te jemals im Land verzeichnete Ernte. Weizen: Kassapreise deutlich ?ber dem Terminmarkt Die fob-Preise f?r den Export lagen in Rouen am Montag fr?h bei 326 Euro je Tonne – ebenfalls ein Preisr?ckgang von 10 Euro im Wochenvergleich. Der Weizen f?r den neuen Frontmonat M?rz 2022 wurde am europ?ischen Terminmarkt am Freitag mit einem leichten Minus von 1 Euro mit 282,50 Euro je Tonne gehandelt – das waren 7,50 Euro weniger als am Freitag vor einer Woche. Der nachfolgende Mai-Termin 2022 notierte am Freitag bei 279,50 Euro je Tonne und damit 8 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Die Weizenernte 2022 wurde am Terminmarkt in Paris am Freitag mit knapp 254 Euro notiert; ein Minus von 6 Euro zur Vorwoche. Am Gro?markt und Exporthafen Hamburg wurde Brotweizen am Freitag mit 292,50 Euro je Tonne notiert. Das sind 10 Euro mehr als am Terminmarkt – jedoch 9 Euro weniger als vor einer Woche. F?r die Anlieferung zum M?rztermin wurden am Freitag 296 Euro je Tonne geboten – also deutlich mehr. Die Preise f?r Futtergerste lagen in Hamburg am Freitag bei 258 Euro je Tonne; das sind 6 Euro weniger als eine Woche zuvor. Am wichtigsten franz?sischen Gro?markt und Exporthafen Rouen wurde Brotweizen am heutigen Montagmorgen mit 280 Euro je Tonne notiert – ein Minus von 10 Euro gegen?ber der Vorwoche. Die fob-Preise f?r den Export lagen in Rouen am Montag bei 326 Euro je Tonne – ebenfalls ein Preisr?ckgang von 10 Euro im Wochenvergleich. Futtergerste wurde in Rouen f?r 249 Euro je Tonne angeliefert – ein Minus von 7 Euro zur Vorwoche. https://agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-fallen-liegt-faire-weizenpreis-588391 14.12.21
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