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IKAR in Mass and Industry Media Getreidepreise: Darum fallen die Getreidepreise jetzt – eine Erkl?rung agrarheute.com Die Getreidepreise haben in der vorigen Woche deutlich nachgegeben. Und auch die neue Woche beginnt mit tiefroten Vorzeichen an den Getreidem?rkten. Nach einer wochenlangen starken Aufw?rtsbewegung der Getreidepreise gibt es nun eine starke Korrektur. Analysten sagen, dass zumindest ein Teil der Risikopr?mien wieder einkassiert wird. Was sind aber sind die Gr?nde daf?r? ![]() Im Vergleich zur Vorwoche sind die Weizenpreise am europ?ischen Terminmarkt um 10 Euro abgesunken und liegen nun bei 200 Euro pro Tonne Weizen. // © Olaf Zinke Beim Weizen sind es vor allem die sehr hohen Erntemeldungen aus Australien und in der vorigen Woche auch aus Kanada. Bei Weizen hat Statistics Canada am Donnerstag die kanadische Weizenproduktion f?r 2020/21 auf ein Siebenjahreshoch von 35,2 Millionen Tonnen gesch?tzt. Dies erh?hte den Angebotsdruck massiv, der durch die sehr hohe Prognose der australischen Ernte und die Ausweitung der russischen Getreideexportquote ohnehin schon bestand. Und dazu kommen jetzt die Regenf?lle in S?damerika, die weltweit f?r Korrekturen bei den bef?rchteten Ernteverlusten bei Mais und Soja sorgen. Die Wetterbedingungen in Brasilien und Argentinien verbessern sich dank weiterer Regenf?lle“, sagte das Beratungsunternehmen Agritel. Die Ankunft von Regen in den sehr trockenen Regionen Brasiliens d?rfte dem gr??ten Sojabohnenexporteur der Welt sp?rbar helfen. Die trockenen Bedingungen in Brasilien haben die Bef?rchtungen geweckt, dass eine schlechte s?damerikanische Ernte das internationale Angebot massiv belasten w?rde, nachdem China bereits einen Gro?teil der neuen Ernte in den USA gekauft hat. Das Beratungsunternehmen Celeres hatte seine Prognose f?r die brasilianische Sojabohnenernte vorige Woche von zuvor 133,95 Millionen auf 129,5 Millionen Tonnen gesenkt. Und es gibt noch einen entscheindenden Grund f?r die Preisschw?che: N?mlich die deutliche (zwischenzeitliche?) Zur?ckhaltung der zuvor riesigen Eink?ufe Chinas bei Mais, Weizen und Sojabohnen. M?glicherweise wollen die Chinesen mit diese Strategie die sehr hohen Preise auch blo? nach unten bekommen. Beispielsweise war China im November mit 331.800 Tonnen den zweiten Monat in Folge auch der gr??te Importeur von franz?sischem Weichweizen. Einschlie?lich Futtergerste und Braugerste wurden im vergangenen Monat insgesamt 520.000 Tonnen Getreide aus Frankreich nach China verschifft. Eine ?bersicht ?ber den aktuellen Marktpreis f?r Weizen erhalten Sie im Marktbereich auf agrarheute. Russland: Fast ein Viertel des Wintergetreides in schlechtem Zustand ![]() Es wird erwartet, dass etwa 9 Prozent der Aussaat verloren gehen k?nnten, verglichen mit einem Verlust von 5 Prozent in den letzten Jahren. Sovecon erwartet au?erdem, dass Russland im n?chsten Jahr zwischen 79,2 und 82,8 Millionen Tonnen Weizen ernten k?nnte - in diesem Jahr waren es ungef?hr 85,3 Millionen Tonnen Weizen. // © stock.adobe.com/Janis Smith Aus Russland kamen jedoch auch bullische Nachrichten: Immerhin 22 Prozent der russischen Wintergetreidebest?nde befinden sich n?mlich in einem schlechten Zustand, teilte der staatliche Wetterdienst mit, was ein sehr hohes Risiko f?r die Getreideernte 2021 erkennen l?sst. Die Landwirte in Russland, dem weltweit gr??ten Weizenexporteur, s?ten den Winterweizen bei sehr trockenem Wetter. Ganz besonders betroffen sind dabei die s?dlichen Export-Regionen. "Wir sehen, dass der Anteil des Wintergetreides in schlechtem Zustand der h?chste seit 2013 ist", sagte dazu Dmitry Rylko, Leiter der IKAR-Landwirtschaftsberatung, gegen?ber Reuters. „Allerdings ist der Anteil der Aussaat in gutem Zustand nicht gleichzeitig am niedrigsten. Vielleicht ist es kein schlechtes Zeichen f?r die zuk?nftige Ernte", f?gte er hinzu. Etwa 78 Prozent der Aussaaten befinden sich n?mlich in einem guten oder zufriedenstellenden Zustand. Sovecon, ein anderes russisches Beratungsunternehmen, geht davon aus, dass sich der Zustand eines Teils der Aussaat aufgrund von Regen und warmem Wetter noch verbessern wird. Die Analysten erwarten, dass am Ende etwa 9 Prozent der Aussaat verloren gehen k?nnten, verglichen mit 5 Prozent in den letzten Jahren. Sovecon erwartet deshalb, dass Russland im Jahr 2021 zwischen 79,2 und 82,8 Millionen Tonnen Weizen ernten k?nnte, verglichen mit 85,3 Millionen Tonnen im Jahr 2020. Die Analysten von IKAR sch?tzten die neue Ernte derzeit nur auf 78 Millionen Tonnen. Die russischen Landwirte s?ten in diesem Jahr Wintergetreide allerdings auf 19,3 Millionen Hektar, im Vergleich zu 18,2 Millionen Hektar im Jahr 2019. Das ist ein dickes Plus von mehr als 1 Million Hektar. Die ukrainischen Landwirte haben f?r die Getreideernte 2021 fast 8 Millionen Hektar mit Wintergetreide bestellt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Es hie? au?erdem, dass 6,0 Millionen Hektar mit Weizen bestellt wurden und 939.300 Hektar mit Winter-Gerste. Regen in S?damerika dr?ckt Mais- und Sojapreise ![]() In drei Provinzen in Argentinien, die f?r die Landwirtschaft wichtig sind, hat sich die Wasserversorgung "stark verbessert". // © stock.adobe.com/Dusan Kostic In Argentinien hat es in den Trockengebieten jetzt Regen gegebenen und weitere Niederschl?ge werden sp?ter in diesem Monat im zentralen Farmg?rtel erwartet. Das hat die Anpflanzung von Soja und Mais gest?rkt, nachdem die Pflanzen zu Beginn der Saison 2020/21 durch eine monatelange Trockenperiode gef?hrdet worden waren, teilten Analysten vorige Woche mit. Die Wasserversorgung in drei der wichtigsten landwirtschaftlichen Provinzen des Landes hat sich „stark verbessert“, hie? es. Dagegen ist die Feuchtigkeit in der „Brotkorbprovinz“ Buenos Aires weiterhin gering, sagten Meteorologen. „Wir erwarten, dass die kommende Woche relativ trocken sein wird. Danach erwarten wir gegen Mitte Dezember jedoch h?ufigere Regenf?lle, die f?r sp?t gepflanztes Soja gut sein werden, hie? es weiter. Diese Saison wird trockener als normal sein, aber es wird kein Jahr, das von D?rre gepr?gt ist", hie? es au?erdem. Argentinien ist ein bedeutender Lieferant von Mais, Sojabohnen und Weizen und der weltweit gr??te Exporteur von Sojaschrot. Die Getreideb?rse von Buenos Aires ver?ffentlichte am Donnerstag ihren w?chentlichen Erntebericht mit der ?berschrift: "Neue Regenf?lle sorgen f?r die notwendige Feuchtigkeit bei Soja- und Maissaatgut." Etwa 35 Prozent der in diesem Jahr erwarteten Maispflanzfl?che wurden bisher bestellt, teilte die B?rse mit. Bei Soja sind 48,2 % der erwarteten Fl?che gepflanzt worden. "Nach den Regenf?llen der letzten Tage wurden Verbesserungen im Zustand der Pflanzen beobachtet", sagte die B?rse. F?r einige n?rdliche Anbaugebiete seien die Sch?den aufgrund der Trockenheit, die den Beginn der Saison kennzeichnete, jedoch irreparabel. In s?dlichen landwirtschaftlichen Gebieten sollten neue Regenf?lle dazu beitragen, die Ernte in ihren ersten Entwicklungsstadien anzukurbeln. Au?erdem hie? es, dass die erwartete Weizenernte von 16,8 Millionen nach unten korrigiert werden muss, da es im s?dlichen Teil des Getreideg?rtels keine zus?tzlichen Regenf?lle gegeben hat. Fast 40 % der Weizenernte 2020/21 wurden bisher eingebracht, teilte die B?rse mit. Weizenpreise um 10 Euro gefallen – Mais minus 9 Euro ![]() Am europ?ischen Terminmarkt ist der Preis f?r Mais um 9 Euro im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Derzeit liegt der Maispreis bei 184,50 Euro pro Tonne. // © Olaf Zinke Am europ?ischen Terminmarkt geben die Weizenpreise am Montag weiter nach und notierten im laufenden Handel nur noch bei 200 Euro je Tonne. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 10 Euro. Am Hamburger Exporthafen sind die Weizenpreise ebenfalls gefallen und notierten am Montag bei 205 Euro je Tonne. Gegen?ber der Vorwoche ist das ein Minus von 9 Euro. F?r Futtergerste lagen die Preisangebote am Hamburger Hafen am Montag bei 183 Euro je Tonne und damit rund 1 Euro niedriger als vor einer Woche. F?r Brotroggen wurden in Hamburg 171 Euro geboten und damit die gleichen Preise wie in der Vorwoche. Die Maispreise sind am europ?ischen Terminmarkt auf 184,50 Euro gefallen. Ein Minus von 9 Euro zur Vorwoche. In S?doldenburg wurden f?r den dort angelieferten Mais 204 Euro geboten – das waren 11 Euro weniger als in der Vorwoche. https://agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-fallen-getreidepreise-erklaerung-575894 08.12.20
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