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Where the margin is 2026

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July 23-24, Moscow

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Getreidepreise: USDA-Report – Viele Gr?nde f?r eine neue Preisrallye

agrarheute.com


Die Bewertungen der US-Mais- und Sojaernte sind in den letzten Wochen immer weiter gesunken, was dem Markt offenbar hilft zu verstehen, dass die Ernte 2020 lange nicht so gro? wird, wie das USDA in seinem August-Bericht unterstellt hat.

© stock.adoeb.com/Daniel Thornberg

Ein Grund k?nnten weitere Produktions-Korrekturen in den USA sein. Dort hatten schwere St?rme mehrere Millionen Hektar Mais und Soja verw?stet – vor allem im TOP-Mais-Staat Iowa. Au?erdem war es im Mittelwesten zuletzt sehr trocken und hei? – und in den n?rdlichen Staaten an der kanadischen Grenze, gibt es einige Zeit vor Erntebeginn auch noch Frost – und damit weitere Verluste.

Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5 Prozent wurde an den H?fen am Schwarzen Meer Mitte dieser Woche mit 219 USD pro Tonne frei an Bord (FOB), verladen. Ein Plus von 5 USD gegen?ber der Vorwoche. // © Olaf Zinke

Ein wichtiger Markttreiber f?r die USA und auch f?r Europa und andere gro?e Getreideexporteure ist zudem die au?ergew?hnlich starke Nachfrage aus China – nach Weizen, Mais, Gerste und Soja. Die starken ?berflutungen in den chinesischen Getreideprovinzen d?rften vor allem die Mais- und Reisernte kr?ftig reduzieren und f?r einen hohen zus?tzlichen Importbedarf sorgen.

Aber auch ohne die schlechte chinesische Ernte bestand in China zuletzt schon eine gr??er werdende L?cke zwischen Produktion und Verbrauch, was die – auf dem Papier ­ – sehr hohen chinesischen Best?nde kr?ftig dezimiert hat. Die Preisdifferenz zwischen den chinesischen Binnenmarktmarkpreisen und den Weltmarktpreisen wird deshalb immer gr??er und kurbelt die Importe weiter kr?ftig an – obwohl diese Einfuhren eigentlich ?ber staatliche Kontingente geregelt werden.

Gest?tzt wird der Markt au?erdem auch durch die rekordhohen Exporte Russlands bei Weizen und Gerste. Am Schwarzen Meer steigen die Getreidepreise n?mlich – obgleich die russische Ernte noch weiter nach oben korrigiert wurde.

Und zu guter Letzt: In Europa – vor allem in Frankreich – ist das Angebot sehr klein – und die vorhandene Exportnachfrage kann nicht in vollem Umfang bedient werden. Das gilt um so mehr, als auch der innereurop?ische Getreidehandel durch die extrem kleine britischen Ernte, und die hohen britischen Importk?ufe von Weizen in Deutschland, zus?tzlichen Schub erh?lt.

Die franz?sischen Weichweizenexporte in Drittl?nder fielen im August trotz umfangreicher Lieferungen nach China auf ein Vierjahrestief. Exportware ist in Europa also knapp. Der Einbruch der franz?sischen Ernte d?rfte die gesamteurop?ischen Weichweizenexporte um die H?lfte reduzieren, verglichen mit einem Rekordvolumen von 13,5 Millionen Tonnen im Jahr 2019/20, erwartet das Beratungsunternehmen Agritel.

USA: Trockenheit, Sturmsch?den und fr?her Frost

Die Bewertungen der US-Mais- und Sojabest?nde sind in den letzten Wochen immer weiter gesunken, was dem Markt offenbar hilft zu verstehen, dass die Ernte 2020 lange nicht so gro? wird, wie das USDA in seinem August-Bericht unterstellt hat. Stattdessen ist wahrscheinlich eine deutlich „normalere“ Ernte zu erwarteten. Das k?nnte beim heutigen September-Report des USDA bereits sichtbar werden.

Die Temperaturen werden im gesamten US-Maisg?rtel unter den Normalwert sinken, sodass der Herbst fr?h beginnt. Frost traf bereits Teile von North Dakota, Minnesota und Kanada. Etwa ein bis zwei Wochen fr?her als gew?hnlich. // © stock.adobe.com/Terrance Emerson

Gr?nde f?r die vom Markt erwarteten Korrekturen sind der extreme Sommersturm „Derecheo“, aber auch die gro?en D?rreprobleme in Iowa und ein hei?er und trockener August fast im gesamten Mittelwesten. Weiter n?rdlich, in Nord-Dakota und Nord-Minnesota, gab es hingegen zu viel Regen – dort standen die Maispflanzen den gr??ten Teil des Sommers in feuchten B?den. Nat?rlich gibt es auch Regionen zwischen Iowa und dem feuchten Norden - wo die Ernten gut sein werden.

F?r die laufende Woche zeigen die Wettervorhersagen Regen f?r Texas, Oklahoma, Kansas, Iowa, Wisconsin und Teile von Nebraska und Colorado - wahrscheinlich die besten Regenf?lle seit langem. Das war auch der Grund f?r die zwischenzeitliche Schw?che der Getreidepreise. Danach wird die Prognose f?r den gesamten Maisg?rtel aber wieder deutlich trockener.

Die Temperaturen werden im gesamten US-Mittelwesten jedoch unter den Normalwert sinken, sodass der Herbst sehr fr?h beginnt. Frost traf bereits weite Teile von Nord-Dakota, Minnesota und Kanada, etwa ein bis zwei Wochen fr?her als gew?hnlich. Dabei sind weder Mais noch Soja erntereif. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass es zu weiteren Ertragsverlusten kommt, vor allem wohl bei Sojabohnen, schreiben Analysten.

China kauft weiter gro?e Mengen Getreide

Britt O’Connell, Analystin bei der Commodity Risk Management Group, sagt, der Markt konzentriert sich in dieser Woche auf den USDA-Report, der am heutigen Freitag ver?ffentlicht wird. "H?ndler und Analysten haben allerdings bereits Ertragsreduzierungen in beiden M?rkten (Mais und Soja) eingepreist, was auf das hei?e und trockene Wetter zur?ckzuf?hren ist, das im August in weiten Teilen des Mittleren Westens herrschte", sagt O’Connell.

Die ukranischen Maisxportpreise stiegen ebenfalls weiter. Ukranischer Mais wurde an den H?fen am Schwarzen Meer Mitte dieser Woche mit 179 USD pro Tonne frei an Bord (FOB) verladen. Ein Plus von 2 USD gegen?ber der Vorwoche. Am franz?sischen Exporthafen Rouen kostet die gleiche Ware allerdings 193 USD je Tonne – und damit 14 USD mehr. // © Olaf Zinke

„Die Nachfrageseite bietet weiterhin Unterst?tzung, da China die K?ufe von Sojabohnen und Mais weiterhin fortsetzt. Es kursieren au?erdem weiter Ger?chte ?ber erhebliche Erntesch?den in China, die auf schwere ?berschwemmungen w?hrend eines Gro?teils der Vegetationsperiode zur?ckzuf?hren sind “, sagt die Analystin.

F?r das Wirtschaftsjahr 2020/2021 wurden bereits 11,1 Millionen Tonnen Mais den US-Exporten nach China zugerechnet, einschlie?lich der laut O'Connell als an „unbekannt“ erfolgten Verk?ufe. „Sollte China eine mittelm??ige Ernte verzeichnen und weiterhin US-Mais kaufen, w?rde dies sicherlich einen gro?en Beitrag zur Reduzierung unserer erwarteten Endbest?nde leisten,“, sagt sie - und zu h?heren Preisen.

Russlands Getreideexporte weiter auf Rekordniveau

Das russische Beratungsunternehmen Sovecon hat seine Prognose f?r die Weizenernte 2020 in Russland von der vorherigen Sch?tzung von 81,2 Millionen auf 82,6 Millionen Tonnen angehoben, teilte die Sovecon vorige Woche mit. Die Korrektur spiegelt die guten Sommer-Weizenertr?ge in Zentralrussland und der Wolga-Region sowie in Westsibirien wider, sagte Sovecon.

Russische Landwirte haben bereits Wintergetreide auf 35 Prozent der geplanten Fl?che bzw. auf 6,3 Millionen Hektar ges?t, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. „Aufgrund des trockenen Wetters gibt es einige ernsthafte Bedenken", hie? es weiter. // © stock.adobe.com/diy13

Dennoch steigen die Getreidepreise – denn die Exporte der Russen bewegen sich auf einem neuen Rekordhoch und zur Herbstaussaat von Wintergetreide ist es in Russlands au?erdem sehr trocken. Nach einer aktualisierten Sch?tzung exportierte Russland im August 5,77 Mio. Tonnen Getreide, was das sehr gute Ergebnis des Vorjahresmonats ?bertraf und ein rekordhohes monatliches Exportvolumen darstellt, sagte der Leiter des Analysezentrums bei Rusagrotrans JSC, Igor Pavensky.

„Der Weizenexport belief sich auf 4,9 Mio. Tonnen, Gerste auf 570.000 Tonnen, Mais auf 110.000 Tonnen“, sagte der Experte. Pavensky f?gte hinzu, dass Russland im September wahrscheinlich 5,6 Mio. t Getreide exportieren werde, gegen?ber 4,56 Mio. t im September 2019. "In den ersten sieben Tagen des Septembers hat Russland bereits 1,1 Millionen Tonnen Getreide exportiert", sagte er.

Russlands Weizenpreise steigen – Frankreich aber teurer

Die russischen Weizenexportpreise stiegen die zweite Woche in Folge. Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5 Prozent wurde an den H?fen am Schwarzen Meer Mitte dieser Woche mit 219 USD pro Tonne frei an Bord (FOB), verladen. Das ist ein Plus von 5 USD gegen?ber der Vorwoche. Am franz?sischen Exporthafen Rouen kostet die gleiche Ware 228 USD je Tonne – und damit fast 10 USD mehr.

Die russischen Exportpreise f?r Gerste legten leicht um 1 USD auf 184 USD pro Tonne zu und in Frankreich ging es um 3 USD auf 206 USD je Tonne nach oben. // © Olaf Zinke

Die russischen Exportpreise f?r Gerste legten ebenfalls leicht um 1 USD auf 184 USD pro Tonne zu und in Frankreich ging es um 3 USD auf 206 USD je Tonne nach oben. Hier betr?gt die Preisdifferenz sogar 22 USD. Russische Landwirte, die jetzt Winterweizen f?r die Ernte des n?chsten Jahres s?en, sind zunehmend besorgt wegen er extremen Trockenheit, berichten die Analysten von Sovecon. Die meisten Regionen d?rften auch in den n?chsten zwei Wochen trocken bleiben, hei?t es.

Russische Getreidebauern haben bereits Wintergetreide auf 35 Prozent der geplanten Fl?che bzw. auf 6,3 Millionen Hektar ges?t, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. „Aufgrund des trockenen Wetters gibt es einige ernsthafte Bedenken", hie? es weiter. Die Feuchtigkeitsreserven im Boden der wichtigsten Weizenanbau- und Exportgebiete Russlands - Krasnodar, Rostow und Stawropol - seien gering.

Diese drei Regionen haben aber noch gen?gend Zeit, bis Regen eintrifft, denn der optimale Zeitpunkt f?r die Aussaat steht noch bevor, sagte Dmitry Rylko, Leiter der Landwirtschaftsberatung IKAR. Die Situation im n?rdlichen Teil der s?dlichen Region und im s?d?stlichen Teil der Wolga-Region sei hingegen komplizierter, da es auch dort erneut an Feuchtigkeit im Boden mangele, sagte Rylko und f?gte hinzu, dass dies durch Regen und g?nstiges Winterwetter noch behoben werden k?nne.

https://agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-usda-report-viele-gruende-fuer-neue-preisrallye-572819

11.09.20



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