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IKAR in Mass and Industry Media Getreidepreise: Steiler Anstieg der Weizenpreise – das sind die Gr?nde agrarheute.com In Europa springt offenbar der Export an. Trotz des sehr teuren Euros kauft China erhebliche Mengen Weizen und Gerste in Frankreich – leider nicht in Deutschland, weil weiterhin die phytosanit?ren Zertifikate f?r den Chinaexport fehlen. Innerhalb kurzer Zeit sind die europ?ischen Weizenpreise am Terminmarkt um 10 Euro nach oben geschossen – zuletzt auf fast 187 Euro je Tonne. ![]() © Olaf Zinke Am europ?ischen. Terminmarkt sind die Weizenpreise zuletzt ?ber 186 Euro je Tonne gestiegen. Am Hamburger Exporthafen haben die Weizenpreise zuletzt ebenfalls zugelegt und notierten am Dienstag bei 179 Euro je Tonne. Und das trotz des Angebotsdrucks aus der gerade beendeten europ?ischen Ernte und einem sehr teuren Euro. Dennoch sieht es beim Weizen weiter nach festen Kursen aus. Was aber sind die Gr?nde f?r diese – wieder einmal – von vielen Analysten nicht erwartete Preisrallye. Zun?chst einmal d?rften die letzten Nachrichten aus den USA den Bullen am Markt reichlich Futter gegeben haben. Die Farmers-Crop-Tour durch den Mittelwesten hat die Ertr?ge und die Produktion von Mais und Soja niedriger gesch?tzt als das USDA in seinem letzten Report. Das hat zwar auch mit den Folgen des schweren Sommersturms in Iowa und im ?brigen Mittelwesten zu tun – aber auch mit der Trockenheit in wichtigen Maisanbauregionen. Die Folge: Das USDA hat das Crop-Rating f?r Mais und f?r Soja diese Woche ?berraschend weit nach unten korrigiert. Au?erdem liegt der aktuelle Erntefortschritt bei Sommerweizen in den n?rdlichen US-Hauptanbaugebieten weit hinter dem ?blichen Tempo. Und nun sind auch noch mehrere schwere Hurrikans im Anmarsch, die bei Mais, Soja und Sommerweizen – zwar f?r Regen – aber auch f?r weitere Sch?den sorgen k?nnten. Hinzu kommt: In Europa springt offenbar der Export an. Trotz des sehr teuren Euros kauft China erhebliche Mengen Weizen und Gerste in Frankreich – leider aber nicht in Deutschland, weil weiterhin die phytosanit?ren Zertifikate f?r den Chinaexport fehlen. Das zieht die Preise am europ?ischen Binnenmarkt jedoch kr?ftig nach oben und sorgt bei Weizen und Gerste f?r steigende Kurse – zuletzt auch an den russischen Exporth?fen. Russland exportiert Weizen auf Rekordniveau Diese Woche haben die Russen wieder einmal eine Exportausschreibung des gr??ten Weizenimporteurs ?gypten gewonnen. Immerhin 530.000 Tonnen russischen Weizen haben die ?gypter gekauft, berichten H?ndler. Die Europ?er gingen leer aus – auch der Schwarzmeer-Anrainer Rum?nien – denn der Preisabstand zwischen Europa und den Russen ist mit rund 15 USD je Tonne deutlich zu gro?. ![]() © stock.adobe.com/Julia. Kornewny Russland hat seit Beginn der aktuellen Saison 2020/21 6 Millionen Tonnen Getreide exportiert, darunter 4,8 Millionen Tonnen Weizen, und das Exporttempo nimmt zu, sagte Sovecon. Es wird vermutet, dass die Ausfuhren im August Rekordwerte erreichen k?nnten. Die russischen Weizen-Exportpreise stabilisierten sich vorige Woche jedoch nach einem dreiw?chigen R?ckgang, der durch den Druck der immer weiter nach oben korrigierten neuen Ernte ausgel?st wurde, sagen Analysten. Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5 Prozent kostete an den H?fen am Schwarzen Meer zuletzt 202 USD pro Tonne (FOB). Das ist ein Plus von 1 USD gegen?ber der Vorwoche. Gerste wurde zu stabilen Preisen von bei 182 Dollar pro Tonne verladen. Die russischen Analysten von IKAR haben ihre Prognose zur russischen Weizenernte um 5,5 Millionen Tonnen auf 82 Millionen Tonnen angehoben. Die Analysten von Sovecon warnten indessen; "Wir haben das Gef?hl, dass sich der Markt von zu viel Pessimismus hin zu zu viel Optimismus gewandelt hat. Die Ernten in Sibirien sind in der schlechtesten Verfassung seit 2012", sagt Sovecon. Die Prognose f?r die Weizenernte von Sovecon liegt jedoch ebenfalls bei 81,2 Millionen Tonnen. Russland hat seit Beginn der aktuellen Saison 2020/21 bereits 6 Millionen Tonnen Getreide exportiert, darunter 4,8 Millionen Tonnen Weizen, und das Exporttempo nimmt weiter zu, berichten Analysten. Es wird vermutet, dass die Ausfuhren im August neue Rekordwerte erreichen k?nnten. Russlands Getreideexporte f?r August wird derzeit auf 5,5 Millionen Tonnen gesch?tzt, gegen?ber 3,0 Millionen Tonnen im Juli. USA: Sturmsch?den, Trockenheit und steigende Preise In seinem Crop-Monitoring-Bericht vom Montag hat das USDA die Maisbest?nde im Mittelwesten zu 64 Prozent in gutem oder sehr gutem Zustand bewertet – gegen?ber 69 Prozent vor einer Woche. Das ist eine ?berraschend gro?e Verschlechterung von drei Prozentpunkten in nur einer Woche. Die Maisernte im stark sturmgesch?digten Iowa wurde zu 50 Prozent als gut/sehr gut eingestuft – gegen?ber 59 Prozent vor einer Woche. ![]() © Foto: imago/ZUMA Press. Der Sturm d?rfte gro?e Teile der Maisbest?nde gesch?digt haben, sagte Iowas Landwirtschaftsminister Mike Naig am Dienstag. Im Bericht des National Agricultural Statistics Service (NASS) von Iowa wird darauf hingewiesen, dass derzeit "die Trockenheit f?r den gr??ten Teil des Bundesstaates ein Problem darstellt". In seinem Bericht sch?tzt das USDA das Rating f?r Sojabohnen auf 69 Prozent als gut/sehr gut ein – gegen?ber 72 Prozent vor einer Woche. Ebenfalls ein R?ckgang von 3 Prozentpunkten. Au?erdem meldete das USDA, dass die US-amerikanische Sommerweizenernte erst zu 49 Prozent eingebracht ist, gegen?ber einem F?nfjahresdurchschnitt von 62 Prozent. In der vorigen Woche hatte der Beratungsdienst Pro Farmer zudem eine Tour durch sieben Top-Produktionsstaaten durchgef?hrt. Sowohl die Prognosen f?r Soja als auch f?r Mais lagen dabei unter den letzten Sch?tzungen des US-Landwirtschaftsministeriums, obwohl die Maisernte die zweitgr??te aller Zeiten und Soja die drittgr??te sein w?rde, wenn die Prognosen von Pro Farmer eintreten w?rden. Ein Hauptgrund f?r die niedrigere Maisprognose sind die Ergebnisse aus Iowa, dem f?hrenden US-Maisproduzenten. Die Bedingungen in Iowa waren in diesem Jahr durch D?rre und den Derecho-Sturm vom 10. August gepr?gt, der hurrikanartige Winde und Hagel ?ber das Zentrum des Staates sandte. Einige erfahrene Crop Scouts waren schockiert ?ber die schweren Sch?den. "Es wird keinen Spa? machen, wenn diese Fl?chen zur Erntezeit kommen", sagte Brian Grete, Direktor der ?stlichen H?lfte der Tour. Ohne die D?rre und den Sturm w?re die Maisernte in Iowa erheblich gr??er gewesen, sagte Pro Farmer gegen?ber Journalisten. „Ein Teil dieses Mais wird wohl noch geerntet, aber bis dahin ist mit weiteren Ertragsverlusten zu rechnen", hie? es weiter. Europa: Export springt an – Weizenpreise steigen Nach einem sehr schwachen Beginn zieht der Export der Europ?er – vor allem Frankreichs nach China – jetzt offenbar kr?ftig an. Allerdings sind die verkauften Mengen bisher nur in begrenztem Umfang in den Exportstatistiken zu sehen, sagen H?ndler. ![]() © stock.adobe.com/Henady. Frankreich hat bisher 580.000 Tonnen Weizen und 593.000 Tonnen Gerste exportiert. Deutschland kommt auf 135.000 Tonnen Weizen und 279.000 Tonnen Gerste und am rum?nischen Schwarzmeerhafen Constanta wurden 679.000 Tonnen Weizen und 289.000 Tonnen Gerste verladen. Nach den Daten der EU-Kommission haben die Europ?er bis zum 23. August etwa 2,1 Millionen Tonnen Weizen in Drittl?nder verschifft – das ist gerade einmal halb so viel wie im vorigen Jahr. Bei Gerste wird eine Ausfuhrmenge von 1,2 Millionen Tonnen gemeldet. Das ist ein etwas kleineres Minus von 14 Prozent zum Vorjahr. Frankreich hat bisher 580.000 Tonnen Weizen und 593.000 Tonnen Gerste exportiert. Deutschland kommt auf 135.000 Tonnen Weizen und 279.000 Tonnen Gerste und am rum?nischen Schwarzmeerhafen Constanta wurden 679.000 Tonnen Weizen und 289.000 Tonnen Gerste ausf Schiffe verladen. Am europ?ischen Terminmarkt sind die Weizenpreise zuletzt ?ber 186 Euro je Tonne gestiegen. Am Hamburger Exporthafen haben die Weizenpreise zuletzt ebenfalls zugelegt und notierten am Dienstag bei 179 Euro je Tonne. F?r Futtergerste lagen die Preisangebote am Hamburger Hafen bei 161 Euro je Tonne und damit ebenfalls h?her als in der vorigen Woche. Grund d?rfte auch die lebhafte Exportnachfrage sein. F?r Brotroggen wurden in Hamburg aktuell 158 Euro geboten und damit ?hnliche Preise wie vor einer Woche. 27.08.20
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