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Where the margin is 2026

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July 23-24, Moscow

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Getreidepreise: Darum brechen die Weizenpreise so stark ein

agrarheute.com


Die europ?ischen Getreidebauern suchen nach Antworten. Die Getreideernte wird klein – trotzdem fallen die Weizenpreise.

© stock.adobe.com/Ingo Bartussek "Wir haben vier wichtige L?nder, in denen die Prognosen f?r die Weizenernte nach oben korrigiert wurden", sagte Nathan Cordier von der Beratungsfirma Agritel.

Und im August k?nnte es mit den Preisen weiter nach unten gehen – glauben Analysten. Doch was sind die Ursachen f?r den seit Mitte Juli anhaltenden Preisrutsch? Am europ?ischen Terminmarkt hat der Weizen 10 Euro je Tonne verloren und ist unter die 180-Euro-Marke gefallen.

Ein Grund f?r den Preisdruck d?rfte die zuletzt wieder kr?ftig nach oben korrigierte Weizenernte in Russland sein. Auch in der Ukraine haben Analysten die Ernteprognosen zuletzt angehoben. Hinzu kommt eine Rekordernte beim Top-Weizen-Exporteur Kanada sowie die anhaltend hohen Prognosen f?r Australien. Auch in den USA d?rfte die Produktion von Sommerweizen die bisherigen Sch?tzungen ?bertreffen.

Am europ?ischen Terminmarkt hat der Weizen etwa 10 Euro je Tonne verloren und ist unter die 180-Euro-Marke gefallen. // © Olaf Zinke

"Wir haben vier wichtige L?nder, in denen die Prognosen f?r die Weizenernte nach oben korrigiert wurden", sagte Nathan Cordier von der Beratungsfirma Agritel.

Doch f?r die Europ?er gibt es noch ein Problem: Das ist der gegen?ber Dollar und Rubel sehr kr?ftig aufgewertete Euro: Seit Mai betr?gt der Aufschlag gut 10 Prozent. Diese Entwicklung verteuert den europ?ischen Weizen am Weltmarkt und dr?ckt gleichzeitig auf die Preise am europ?ischen Binnenmarkt.

In Russland l?uft es genau umgekehrt. Der sehr schwache Rubel macht den russischen Weizen am Weltmarkt billiger und zieht gleichzeitig die Weizenpreise f?r die russischen Bauern nach oben.

Russland: Gro?e Ernte und aggressive Exporte

Die fortlaufende Verbesserung der Weizenertr?ge im Verlauf der Ernte in Russland ist f?r viele Analysten der entscheidende Grund f?r den derzeitigen Preisdruck. Das russische Landwirtschaftsberatungs-Unternehmen IKAR hatte seine Prognose f?r die russische Weizenernte Anfang August von 78 Millionen Tonnen auf 79,5 Millionen Tonnen angehoben.

Die russischen Analysten von SovEcon haben die Weizenernte vorige Woche auf 79,3 Millionen Tonnen veranschlagt. Andere Analysten gehen von rund 80 Millionen Tonnen aus. Das USDA hatte Russlands Weizenernte im vorigen Monat auf 76,5 Millionen Tonne gesch?tzt.

Das russische Landwirtschaftsberatungs-Unternehmen IKAR hat seine Prognose f?r die russische Weizenernte Anfang August von 78 Millionen Tonnen auf 79,5 Millionen Tonnen angehoben. // © adobe.stock.com/Tylor Olson

H?ndler berichten derzeit au?erdem ?ber „aggressive Exporte aus der Schwarzmeerregion“, und erwarteten, dass diese Situation bis weit in den Herbst hinein so bleiben wird. Nathan Cordier von Agritel sagt: "?gypten hat f?r den September bereits viel Weizen eingekauft, doch das Angebot aus der russischen Ernte bleibt hoch." ?gyptens staatlicher Getreide-Eink?ufer (GASC), hatte bei der letzten Auktion Anfang August 350.000 Tonnen russischen Weizen und 120.000 Tonnen ukrainischen Weizen gekauft.

Die russische Regierung wird aber trotz der gro?en Ernte voraussichtlich im Oktober Exportquoten einf?hren. Die Exporteure sind deshalb bestrebt, so viel Weizen wie m?glich zu verkaufen, bevor die Quoten bekannt gegeben werden. Wegen der schwachen Ernte in den s?dlichen Regionen mussten die russischen Exporteure allerdings weiter im Landesinnern einkaufen, um eine ausreichende Versorgung zu gew?hrleisten, was die Kosten erh?ht hat.

Vorige Woche hat auch die ukrainische Analystenfirma ProAgro die Prognosen f?r die ukrainische Weizenernte von 26,07 Millionen Tonnen auf 26,59 Millionen Tonnen erh?ht.

Frankreich best?tigt sehr kleine Weizenernte

Die Verbesserung der Ernte-Aussichten in anderen wichtigen L?ndern hat den Fokus der Marktakteure zuletzt von der entt?uschenden Ernte in der Europ?ischen Union genommen. Diese ist vor allem durch den starken R?ckgang der franz?sischen Produktion gekennzeichnet. Das franz?sische Landwirtschaftsministerium hatte seine Sch?tzung der Weichweizenernte 2020 im August auf 29,71 Millionen Tonnen gesenkt, was einem R?ckgang von 1,6 Millionen Tonnen gegen?ber der Prognose vom letzten Monat entspricht und 25 Prozent unter der Ernte des Vorjahres liegt.

Die Prognose basiert zudem auf der kleinste Erntefl?che seit 1994. Das Ministerium hatte den Markt bereits mit seiner ersten Sch?tzung der Weichweizenernte von 31,31 Millionen Tonnen vor einem Monat ?berrascht. Seitdem haben die meisten Analysten ihre Erwartungen auf unter 30 Millionen Tonnen gesenkt, da die mittlerweile fast vollst?ndig abgeschlossene Ernte auch noch sehr entt?uschende Ertr?ge gezeigt hat.

Das franz?sische Landwirtschaftsministerium senkte seine Sch?tzung der Weichweizenernte 2020 im August auf 29,71 Millionen Tonnen, was einem R?ckgang von 1,6 Millionen Tonnen gegen?ber der Prognose vom letzten Monat entspricht. // © Olaf Zinke

Die franz?sische Weichweizenfl?che lag danach nur noch bei 4,35 Millionen Hektar gegen?ber 4,41 Millionen im letzten Monat. Der prognostizierte Weichweizenertrag wurde au?erdem von 7,1 Tonnen pro Hektar auf 6,83 Tonnen pro Hektar gesenkt. Das Ministerium reduzierte auch seine Sch?tzung f?r die diesj?hrige Gerstenernte von 12,3 Millionen im Juli auf nur noch 11,3 Millionen Tonnen, was 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt.

Wie gro? ist die deutsche Weizenernte?

Das Ende der Weichweizenernte in Frankreich hat eine entt?uschende Produktion beim gr??ten Erzeuger der Europ?ischen Union best?tigt. Analysten richten nun ihre Aufmerksamkeit auf Deutschland, wo die verbesserten Witterungsbedingungen den R?ckgang der EU-Produktion etwas begrenzen k?nnten. In Verbindung mit den wetterbedingt ebenfalls deutlich reduzierten Ernten bei den gro?en Produzenten Rum?nien und Gro?britannien, k?nnte der Einbruch der franz?sischen Weizenernte die Produktion jedoch nahe an die vor zwei Jahren durch die D?rre reduzierte Erntemenge dr?cken, glauben Analysten.

"Die EU-Ernte zeigt starke Kontraste", sagte Nathan Cordier von Agritel. "Die stark sinkende Produktion in Frankreich, Gro?britannien und Rum?nien, wird durch bessere Ertr?ge in Polen oder den baltischen L?ndern jedoch nicht kompensiert. "In Bezug auf die Produktion wird es ein bisschen wie 2016", sagte ein franz?sischer H?ndler und bezog sich auf die schlechteste Ernte Frankreichs seit 30 Jahren. "Der Vorteil dieses Jahres ist jedoch, dass die Erntequalit?t anst?ndig aussieht", hei?t es.

Die Marktprognosen f?r die deutsche Weizenernte lagen im Bereich von 21 bis 22,6 Millionen Tonnen, nach 23,0 Millionen im Jahr 2019. // © adobe.stock.com/Ingo Bartussek

Auch die deutsche Weizenernte ist fast beendet. "Ich gehe davon aus, dass etwa 80 % der deutschen Weizenernte eingebracht sind", sagte ein Getreideanalyst vorige Woche und f?gte hinzu, dass die Ernte diese Woche abgeschlossen werden k?nnte, wenn warmes, trockenes Wetter herrscht.

Die Marktprognosen f?r die deutsche Weizenernte lagen im Bereich von 21,0 bis 22,6 Millionen Tonnen, nach 23,0 Millionen im Jahr 2019. Der Grund f?r den R?ckgang ist vor allem die Verringerung der Anbaufl?che, wobei mittlere Ertr?ge erwartet werden.

Die meisten Analysten haben die Prognose von 20,2 Millionen Tonnen vom deutschen Statistikamt in der vorigen Woche, wegen der zu Grunde liegenden sehr alten Daten, als nicht aussagekr?ftig beurteilt. „Die Weizenqualit?t ist zudem normal und weist nur in einigen Regionen einen leichten Proteinabfall auf", sagt ein deutscher H?ndler.

https://agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-brechen-weizenpreise-so-stark-571733

11.08.20



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