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Where the margin is 2026

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July 23-24, Moscow

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Getreidepreise: Trockenheit frisst die Weizenernte

agrarheute.com


Der Juni beginnt mit steigenden Weizenpreisen in Europa und am Schwarzen Meer. Der Grund: Das trockene Wetter der letzten Wochen hat die Weizenbest?nde bereits nachhaltig gesch?digt, glauben jedenfalls immer mehr Analysten.

© Adobestock

Das gilt sowohl f?r die Europ?ische Union als auch f?r Russland, die Ukraine und auch f?r die USA – wo die Ernte bereits begonnen hat.

Das Resultat waren eine Reihe von Korrekturen an den aktuellen Erntesch?tzungen und steigende Angebotspreise f?r die neue Ernte an den Exportm?rkten.

Dieser Entwicklung d?rften auch die deutschen Kassapreise folgen – auch wenn der zuletzt sehr feste Euro einem st?rken Anstieg sp?rbar entgegenwirkt.

Wann regnet es in Ihrer Region? Hier geht es zum agrarheute-Wetter.

EU: Wie hoch sind die Trockensch?den?

© Olaf Zinke

Die Europ?ische Kommission hat am vorigen Donnerstag ihre Prognose f?r die Weizenproduktion in den 27 Mitgliedstaaten (ohne UK) im Jahr 2020/21 von 125,8 auf nur noch 121,5 Millionen Tonnen sehr kr?ftig gesenkt. Im vorigen Jahr hatten die europ?ischen Landwirte immerhin noch 130,8 Mio. Tonnen Weichweizen von ihren Feldern geholt.

Vor allem in Frankreich – aber auch in Deutschland, Rum?nien und Polen sieht die Kommission die Weizenernte kleiner als im vorigen Jahr. Ursachen sind neben dem witterungsbedingten R?ckgang der Winterweizenfl?che um insgesamt fast 500.000 Hektar, vor allem die sehr trockenen Bedingungen im April und im Mai und die deshalb erwarteten erheblichen Ertragseinbu?en.

Doch noch sind die globalen Ernte-Prognosen f?r Weizen und auch insgesamt ausgesprochen hoch – um nicht zu sagen auf Rekordstand. Das gilt sowohl f?r die Sch?tzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) als auch f?r die Prognose des Internationalen Getreiderates (IGC).

"Mit den aktuellen Niederschlagsvorhersagen glaube ich nicht, dass sich die Bedingungen weiter verschlechtern werden. Die Frage ist, wie viel Schaden bereits angerichtet wurde", sagte Peter Collier, Analyst bei der Beratungsfirma CRM AgriCommodities. Er f?gte hinzu: "Ohne gr??ere St?rungen wird es am Markt angesichts des gro?en Angebots an Gesamtgetreide in der Welt derzeit keine Rallye geben."

In weiten Teilen Europas herrschte trotz der R?ckkehr Regens gro?e Trockenheit. Meteorologen erwarteten jedoch, dass die jetzt prognostizierten Regenf?lle auch die trockenen Gebiete Frankreichs und Deutschlands erreichen werden.

Lesen Sie auch unser Top-Thema: Droht der Landwirtschaft ein drittes D?rrejahr?

In Russland schrumpft die neue Ernte

© Adobestock

Aber nicht nur in Europa war es zu zuletzt zu trocken: Das gleiche gilt f?r die Ukraine und Russland. Russlands gr??te Analystenfirma IKAR hat die Prognose f?r die russische Weizenernte 2020 von 77,2 Millionen Tonnen auf 76,2 Millionen Tonnen gesenkt, einen Tag nachdem das russische Landwirtschaftsministerium die Prognose f?r die gesamte Getreideernte 2020 auf 120 Millionen Tonnen reduziert hat.

Die russischen Exportpreise f?r die neue Weizenernte waren vorige Woche stabil, berichten Analysten. Russischer Weizen der neuen Ernte mit 12,5% Protein, der im Juli am Schwarzen Meer verladen wird, kostete Ende letzter Woche etwa 202 USD pro Tonne (FOB) und damit etwa so viel wie in der Woche zuvor, berichtet die Analystenfirma SovEcon. Zum gleichen Termin lagen die Weizenpreise f?r die alte Ernte zwischen 221 und 225 USD je Tonne. Die Preise f?r die neue Gerstenernte gab SovEcon mit 170 bis 172 USD pro Tonne an und die alte Ernte wurde mit 179 bis 181 USD je Tonne verladen.

Die laufenden russischen Weizen-Exporte haben sich in der vorigen Woche indessen auf den niedrigsten Stand der letzten Jahre verlangsamt, berichtete SovEcon au?erdem. Das Land exportierte nur noch 134.000 Tonnen Weizen, gegen?ber 305.000 Tonnen in der Woche zuvor. Vom 1. Juli bis 28. Mai haben die Russen insgesamt 35,4 Millionen Tonnen Getreide exportiert, was einem R?ckgang von 13 Prozent gegen?ber dem rekordhohen Vorjahr entspricht. Davon entfielen etwa 30,2 Millionen Tonnen auf Weizen.

Das russische Landwirtschaftsministerium hat seit April etwa 1,43 Millionen Tonnen Getreide aus seinen Lagerbest?nden verkauft. Der Lagerbestand ist damit fast ersch?pft, hei?t es und der staatliche Getreideh?ndler UGC berichtet, dass Russland erw?ge, die staatlichen Reserven im neuen Wirtschaftsjahr auf 6 Millionen Tonnen anzuheben.

Ukraine: Weniger Weizen und steigende Preise

© Adobestock

Das ukrainische Wirtschaftsministerium hat vorige Woche gemeldet, dass die D?rre w?hrend der Aussaat und im Fr?hjahr die diesj?hrige Weizenernte von 28,3 Millionen Tonnen im Jahr 2019 auf etwa 23 Millionen Tonnen reduzieren d?rfte. Analysten prognostizieren, dass das ung?nstige Wetter auch den Anteil von exportf?higem Brotweizen an der Ernte verringern wird.

Das Ministerium hat zudem angek?ndigt, dass die Weizenexporte in der Saison 2020/21 von 20,5 Millionen Tonnen im Jahr 2019/20 auf nur noch 14,9 Millionen Tonnen sinken k?nnten.

Die Preise f?r ukrainischen Exportweizen sind in der vorigen Woche um 3 bis 4 US-Dollar pro Tonne gestiegen, als Reaktion auf die Erwartung eines R?ckgangs der Ernte 2020/21 in der Ukraine und in anderen Exportl?ndern, teilte die Landwirtschaftsberatung APK-Inform mit.

Deutsche Kassapreise d?rften steigen

© Olaf Zinke

Bis zuletzt lief der der europ?ische Weizenexport auf Hochtouren und treibt auch die Preise am Binnenmarkt immer wieder nach oben – auch wenn der zuletzt sehr feste Euro einen st?rken Preisanstieg verhindert. Insgesamt haben die Europ?er bis zum 26. Mai bereits 33 Millionen Tonnen Weizen exportiert. Das sind 12,5 Millionen Tonnen bzw. 61 Prozent mehr als im vorigen Jahr.

Gr??er Exporteur ist Frankreich mit 10,8 Millionen Tonnen, gefolgt von Rum?nien mit 5,1 Millionen Tonnen. Deutschland kommt immerhin auf Ausfuhren von 4,5 Millionen und Polen verschiffte 3,1 Millionen Tonnen. Hauptnehmer f?r europ?ischen Weizen waren zuletzt Algerien, Saudi-Arabien, Marokko, ?gypten und China. Am deutschen Kassamarkt folgen die Preise den Vorgaben vom Terminmarkt und d?rften weiter zulegen – auch wenn der physische Handel immer d?nner wurde.

Am Hamburger Gro?markt und Exporthafen wurde Brotweizen am gestrigen Mittwoch mit 199 Euro je Tonne notiert – und damit etwa so hoch wie in der vorigen Woche. Die Angebote f?r den Weizen der neuen Ernte lagen bei 191 Euro je Tonne und damit um einiges h?her als am Terminmarkt. An den ostdeutschen Gro?m?rkten wurden vergleichbare Qualit?ten der alten Ernte mit durchschnittlich 183 Euro je Tonne notiert – und die neue Ernte mit etwa 175 Euro je Tonne. Auch hier waren die Preise etwa so hoch wie vor einer Woche.

Futtergerste wurde in Hamburg am Mittwoch mit 161 Euro je Tonne notiert und damit etwa 1 Euro unter dem Niveau der Vorwoche.

https://agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-trockenheit-frisst-weizenernte-569269

05.06.20



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